kia ora aotearoa!

… oder Hallo Neuseeland!

Ja, am Samstag Abend war es endlich so weit und ich bin nach einem sehr tränenreichen Tag und Abschied ins Flugzeug Richtung Neuseeland gestiegen. Verrückt, wie schnell der Tag, von dem ich seit Wochen geredet habe, dann tatsächlich da war. Bereits am Terminal habe ich Gott sei Dank die liebe Sophie getroffen, die das gleiche Ziel wie ich. nämlich Auckland, hatte. Als wir auf meine Frage beim Sicherheitscheck ‚Wo kommst du eigentlich her?‘ dann auch noch festgestellt haben, dass wir keine 15 Minuten voneinander weg wohnen in Deutschland, hätte es wirklich nicht besser sein können! 😀 Zwar saßen wir auf den Flügen nicht nebeneinander, aber es war richtig toll jemanden zu haben, mit dem man die Wartezeiten an den Umsteigeflughäfen verbringen konnte und generell zu wissen, man ist nicht alleine, hilft einem auf einem so langen Flug super viel.

Unser erste Stopp nach 5 1/2 Stunden Flug mit super wenig Beinfreiheit war Dubai. Eingepackt in Pullover, Schal und Jacke hat mich dann schon ein wenig der Schlag getroffen, als mir beim Ausstieg aus dem Flugzeug 30 Grad und schwüle Hitze entgegen schlugen. Der Flughafen allerdings war super klimatisiert. Nachdem Sophie und ich uns zuerst mal frisch gemacht haben um uns dann für umgerechnet 10 Euro einen winzigen Burger (der leider nicht so toll war wie er aussah) zu gönnen, haben wir uns die Zeit in den vielen Shops etc. vertrieben. Ich habe mir noch ein Nackenhörnchen gekauft und kann nur sagen, dass war die beste Entscheidung überhaupt und hat mir echt den Flug gerettet. 😀

dubai airport

dubai airport

Nach 3 1/2 Stunden ging es von Dubai dann weiter im geräumigen A380 in Richtung Brisbane. Ich hatte glücklicherweise ein super nettes australisches Ehepaar neben mir, die gerade von einem Europa-Trip zurück kamen und wir haben uns richtig gut unterhalten. An Schlaf war leider nicht zu denken, ich war zwar todmüde aber im Flugzeug eine einigermaßen angenehme Schlafposition zu finden ist ein Ding der Unmöglichkeit für mich! (Ich habe es noch nie so traurig gefunden nicht reich zu sein und habe mir vorgestellt wie toll es wohl oben in der First Class sein muss…) Also habe ich mir sämtliche Disney Filme gegönnt, ab und an ein klein bisschen gedöst und den Flug einfach über mich ergehen lassen. Außerdem habe ich echt viele interessante Leute getroffen (meistens beim Warten vor den Toiletten), beispielsweise eine junge Frau aus Indien, die in Kuwait wohnt und mit ihrem Mann und der kleinen Tochter einen Australien-Trip macht, einen Neuseeländer, der mir angeboten hat bei ihm und seiner Frau in Brisbane zu schlafen, wenn ich dort vorbeikomme und auch mit den Stewardessen haben Sophie und ich uns total toll unterhalten!

sonnenaufgang über dubai

sonnenaufgang über dubai

airplane food

airplane food

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10 euro burger

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irgendwo über dem pazifik..

Als wir nach 13 Stunden endlich in Brisbane angekommen sind, war ich mittlerweile schon fast 24 Stunden unterwegs und alles was ich wollte waren eine Dusche und ein Bett. Die letzten 2 1/2 Stunden nach Auckland vergingen dann aber echt schnell und auch hier hatte ich, dank Platzwechsel mit einer Asiatin die unbedingt beim Rest ihrer Reisegruppe sitzen wollte, nette Sitznachbarn, ein Ehepaar aus England.

In Auckland angekommen dauerte es eine halbe Ewigkeit, bis wir durch die Passport-Kontrolle, den Zoll etc. durch waren. Auch unser Gepäck ließ auf sich warten und als mein knallpinker Koffer endlich auf das Laufband ankam, war ich mehr als erleichtert! 😀 Ich wurde dann von der Mutter meiner Hostmum abgeholt und wir sind die Hälfte der Strecke bis nach Paeroa gefahren. Dort haben mich dann mein Hostdad und Sammy (der Älteste) zusammen abgeholt. Das Haus wo ich wohne ist übrigens keine 100m vom Strand entfernt und ich fühle mich wie im Paradies. Von meinem Zimmer aus kann man das Meer sehen und aus Wohnzimmer und Küche hat man einen atemberaubenden Blick über die Bucht.

Blick aus dem Küchenfenster

Blick aus dem Küchenfenster

Über mein Zimmer kann ich mich auch echt nicht beklagen, klein aber fein und mit eigenem Bad, alles was ich für die knapp 3 Monate hier brauche. Nachdem ich meine ersten Fish&Chips gegessen habe, hab ich mich erstmal geduscht und ins Bett verabschiedet. 16 Stunden später war ich einigermaßen hergestellt und konnte um 4 Uhr mittags in meinen ersten Tag starten. Es war noch alles sehr entspannt, ich habe den Kleinen meine Gastgeschenke gegeben, Melody auf dem Arm gehalten, mit den Hunden gekuschelt, Sammy hat mich mit zum Strand genommen und mir alles gezeigt und dann war es auch schon Abend.

paradise

paradise

Es gab dann super leckeres Dinner bestehend aus: Salat mit Spinat, Karotten, Tomaten, Kräutern aus dem Garten, Minze, Chia und Sonneblumenkernen, dazu grünen Spargel, Broccoli und einen Auflauf aus Lachs, Süßkartoffeln und anderem Gemüse. Ich bin super froh, dass meine Familie so gesund lebt und selbst kocht. Der Kühlschrank ist immer voll mit allem möglichen an Obst, Gemüse, Joghurt etc. also alles ganz wie ich es von zuhause kenne. Bis auf einen ziemlich tiefen Schnitt in meinem Daumen, den ich mir beim Öffnen der Futterdose für Kyle und Jackie zugezogen habe, ist der erste Tag hier also erfolgreich überstanden. Ich fühle mich auch echt schon total wie ein Teil der Familie, wir reden total locker und offen miteinander. Heute Abend habe ich mit meiner Hostmum zusammen TV geschaut, ihr Bilder von zuhause und meiner Familie gezeigt und wir haben immer wieder neue Themen gefunden worüber wir uns unterhalten haben. Könnte nicht besser sein!

first sea shell

first sea shell

Omokoroa Beach

Omokoroa Beach

most beautiful place in the world

most beautiful place in the world

Morgen werde ich zum ersten Mal auf der linken Seite

Auto fahren und davor hab ich echt schon Angst, da ich die Jungs zur Daycare bringen soll, muss ich da aber leider durch. Viele sagen allerdings, es ist nicht so schwer wie man denkt, also mal sehen was auf mich zukommt. Dann habe ich

sweetheart ♥

sweetheart ♥

Sammy den ganzen Tag zuhause und kann mich langsam rantasten. Wir zwei verstehen uns aber echt schon super und an meinem ersten Abend kam er zu mir gerannt und meinte lachend ‚You’re my big sisteeeeeer!‘, da ging mir natürlich das Herz auf. Natürlich habe ich ziemliches Heimweh, aber ich denke nach ein paar Wochen werde ich mich hier super eingefunden haben. Zwar bin ich mir noch nicht so ganz sicher, wie es mit meinen Australien Plänen weitergeht, aber das lass ich alles erstmal auf mich zukommen.

Ich melde mich, sobald es Neues gibt!

Alles Liebe, Caro ♥

nineteen days left

Hallo ihr Lieben,

Schön, dass ihr hier gelandet seid!

Noch 19 Mal schlafen, dann wird es ernst. Wie ihr vielleicht schon erahnen konntet geht es für mich ganz schön weit weg, genauer gesagt ans andere Ende der Welt, wo mich 18.441,92 km von allen meinen Lieben trennen. Einerseits graut es mir jetzt schon vor dem Moment am Frankfurter Flughafen, wenn ich mich noch ein letztes Mal umdrehe, verheult bis zum geht nicht mehr ist anzunehmen und dann schließlich durch die Sicherheitskontrolle und zu meinem Gate muss, andererseits platze ich aber auch vor lauter Vorfreude. Die Chance zu haben in zwei Ländern wie Neuseeland und Australien leben und reisen zu können hätte ich mir nie erträumt. (Ein großer Dank geht an dieser Stelle an euch, Mama und Papa, dass ihr mich immer dazu ermutigt habt, diesen Schritt zu gehen und mich unterstützt, wo ihr nur könnt! Außerdem auch an meinen Philipp, danke, dass du immer hinter mir stehst, egal wo ich bin. ♥) 

Aber erstmal ein paar kurze Worte darüber, was ich eigentlich genau vor habe in den insgesamt achteinhalb Monaten, die ich von zuhause weg sein werde. Am 24.10.15 fliege ich von Frankfurt nach Auckland in Neuseeland um dann in Tauranga (googlet es mal, traumhaft schön!) bis Anfang Januar als Au Pair zu arbeiten. Meine Familie dort habe ich übrigens über Facebook kennengelernt und kann das bist jetzt nur empfehlen. Anfang Januar wird mich die liebe Marlena, die ich ebenfalls über eine Au Pair Gruppe kennengelernt habe, in Neuseeland besuchen kommen. Wir haben geplant noch ein wenig dort zu reisen bevor es dann Mitte Januar für uns beide weiter nach Sydney geht. Dort bleiben wir ebenfalls einige Tage und treten dann die Reise zu unseren australischen Gastfamilien an. Ich fliege nach Brisbane, Marlena nach Emerald. In Brisbane erwartet mich meine zweite Au Pair Familie, auf die ich mich schon wahnsinnig freue! Dort bleibe ich dann nochmals fünfeinhalb Monate. Mitte Juli geht es voraussichtlich wieder zurück nach Deutschland, 266 Tage später.

Sobald es etwas Neues zu berichten gibt, werdet ihr hier von mir hören. Ich freue mich schon total darauf euch, meine Familie, Freunde, Verwandte und wer auch immer Lust hat sich das hier durchzulesen, an meiner Reise teilhaben zu lassen!

Bis bald,

Caro